Die Wohnung. Teil 1.

„Finde mal in Hamburg ne Wohnung.“

Ja. Finde ich. Immer etwas teuer, aber machbar.

Dann auf der Schanze. Alles anders als ich dachte, aber mit Balkon und darum ja.

Und dann plötzlich doch nicht ja, weil ich noch eine andere gefunden habe. Neustadt. Neustadt finde ich super, weil es links zur Schanze und rechts zur Alster geht. Find ich gut. Innenstadt in meinen Augen. Mag ich. Und ein dazu unschlagbares Argument: Eine Badewanne in der Küche.

Somit wird meine Küche zum XXL-Bierkaltmachgerät. Finde ich gut. Gerade für Parties. Und gerade für Parties muss man ja gewappnet sein.

Ich will die Wohnung, ich kriege die Wohnung.

Sie hat so ihre Macken.

Der Boden im Schlafzimmer ist genau auf die (in meinen Augen sehr hässlichen) Möbel zugeschnitten. Heißt Möbel und Boden raus oder damit leben? Ich werde eine Lösung finden. Ein Mittelding. Denn der Boden ist schön.

Die Küche bricht zusammen. Außer der Badewanne. Die steht.

Also eine neue Küche. Eine weiße Küche möchte ich. Aber da sieht man jeden Fleck. Aber man könnte bunte Sachen an die Türen hängen. Oder auch nicht. Eine schöne Arbeitsplatte möchte ich. Glaube ich. Und was kostet eigentlich eine neue Spüle?

Das Wohnzimmer. Mit Beamer, bitte. Na klar. Im nächsten Leben. Dafür große Fenster, damit ist es immer schön hell. Ja. Blöd mit Beamer, aber tagsüber guckt man ja auch keine Filme.

Fernseher? Brauche ich einen Fernseher?

Schränke. Brauche ich Schränke? Denn eigentlich habe ich nichts zum Reinstellen. Aber Regale. Bunte. Weil die Wand ja schon weiß ist. Oder mache ich sie hellgrün?

Oder die Decke in der Küche gold? Und dann mit hübscher bunter Lichterkette?

Die Wohnung. Meine Wohnung. Meine erste Wohnung.

Ich besitze nichts. Doch. Ein Whiteboard. Aber sonst nichts. In Siegen hatte ich einen großen Teller und einen kleinen, zwei Schüsseln, ein Messer, eine Gabel und zwei Löffel.

Mehr brauchte ich nicht. Und Tassen und Weingläser.

Aber jetzt… Eine Wohnung. Meine Wohnung. In der ich machen kann, was ich will.

Und Stühle. Ich brauche Stühle. Können ja nicht alle in der Badewanne sitzen, wenn sie in meiner Küche sind. Ach toll!!

Ich bin aufgeregt, ich freu mich.

Sehr.

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