Bis dahin.

Gib mir mehr,
viel mehr.
Vom Leben an sich.
Lauter, schneller, weiter, besser, noch lauter, noch mehr.

Gib mir mehr Neues,
ich will doch alles wissen,
alles sehen, alles hören, alles erleben.
Und nichts verpassen.

Gib mir mehr Orte,
und mehr Worte,
von mehr Gesichtern,
es gibt doch so viel zu erzählen.

Gib mir mehr lange Nächte,
weil da das Interessante und vielleicht auch Relevante passiert.
Und oh, wie schön ist Chardonnay
und Chardonnay ist schon ok.

Gib mir mehr Drama und mehr Schmerz,
von wegen „alles unbeschwert“.
Brich das kleine Herzchen ruhig nochmal,
irgendjemand wird’s schon richten. Wer, ist doch egal.

Gib mir mehr Menschen,
die ich kennen und lieben lernen kann,
für immer wieder und dann und wann.
Dabei vernachlässige ich doch schon genug.

Lass mich hier stehen.
Und nur die Spülmaschine hinter mir summt.
Keiner spricht, keiner singt, keiner lacht, keiner winkt.
Nicht mal das Radio läuft.

Lass mich mal leise sein.
Denn die Schönheit dieser Stille,
weckt in mir nicht den Wille,
sie zu brechen.

Schön leise, wenn keiner spricht.

Es ist die Ruhe nach dem Sturm,
die ich jetzt brauche.
Vielleicht ist Berlin etwas zu viel.
Hamburg ist jedenfalls gerade nicht zu wenig.

Stille. Für zwei Tage.
Kräfte sammeln, für das, was wieder kommt.
Bis die Spülmaschine durchgelaufen ist,
die Nacht ruft und Geschichten wieder passieren wollen.
Bis dahin ist hier erst mal Ruhe.

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