Pub Crawl Düsseldorf – Derendorf zeigt sein wahres Gesicht

“Was, wenn es doof wird?” – falsche Frage. “Was, wenn es nicht doof wird und Du hast es verpasst?” Gedanken, die einem durch den Kopf schießen, wenn man auf dem Weg in die 6. Etage des BBDO Gebäudes in Düsseldorf ist, um sich mit wildfremden Leuten zu einem Pub Crawl Abend zu treffen.

Markus, den ich bisher nur von Twitter kenne, empfängt mich. 20 Euro in die Kasse, Stempel und ein Survival-Pack, das ein bisschen an diese Abschiedtütchen, die man auf Geburtstagen in der Grundschule bekam, wenn man ging, erinnern. Nur diesmal anstatt mit Haribo, mit einem Killepitsch, einem kleinen Mars und Snickers, Streichhölzern, Kaugummi und anderen Kleinigkeiten, die man an so einem Abend gebrauchen kann, ausgestattet!

Es wird angekündigt, dass wir mit der Bahn ein paar Stationen fahren. Wohin wird aber noch nicht verraten. Aber mal ehrlich: Altstadt fällt aus und außer dem Hafen und Bilk gibt’s hier nun auch nicht sooo viel. Aber wie kommen wir dahin, wenn wir die Bahn Richtung Derendorf nehmen?! Aha, Feli lag mal wieder völlig falsch!

Hier noch einmal kurz die Regeln: Alle Teilnehmer gehen zusammen in eine Bar, einer bestellt und zahlt von dem anfangs eingenommen Geld, wir trinken immer nur ein Bier/Getränk pro Laden und sind nach 10 Minuten wieder draußen. Auf geht’s: Die Tour beginnt im “Cositas buenas”. Ein kleiner, spanischer Laden, ganz süß in gelb-rot gestrichen, was eine wunderbar warme Atmosphäre erzeugt. Zu den 17 Alt werden an jeden Tisch Oliven gebracht. Welches Bier wir trinken –stellen wir erst später fest– wissen wir nicht, da die Gläser verschiedene Aufschriften haben: Füchschen, Schlüssel, Schumacher,…! Gut, wir nehmen es nicht so genau.

Auf geht’s, ab geht’s: Ein paar Schritte weiter erreichen wir das “Leos”. Modern und aufgeweckt, aber trotzdem so ein warmes, gemütliches Licht… Diesmal gibt’s Schlüssel. Das schmeckt, hilft aber alles nichts, “noch 2 Minuten”, ertönt es und weiter!

Diesmal ins “Ab der Fisch” und hier gucken die Leute schon fast ein bisschen entsetzt, als wir so hineinströmen. “Alle die Alt wollen: Hand hoch!”, kommt der Befehl von vorne, nachdem wir in einer gemütlichen Ecke Platz gefunden haben. Plötzlich fliegt das Wort ‘Pommes’ durch den Raum. “Wer möchte Ketchup, wer möchte Majo, wer beides?” Wieder wird per Hand das Zeichen gegeben. Ich kenne das “Ab der Fisch” nur aus Zeitschriften, als Restaurant-Tipp, aber hier jetzt Fritten essen?! Nein. Bierchen gemütlich geleert, wir verlassen die Lokalität und gehen schräg gegenüber ins “Curry”, wo die eifrigen Mitarbeiter schon die ersten Schälchen für Unterwegs fertig gemacht haben! – Was für ein Timing!

Wir biegen hinter dem “Ab der Fisch” links in die Straße ein und laufen erstmal ein bisschen. Passender weise so lange, bis alle ihre Portion aufgegessen haben und der Wunsch nach einem Getränk aufkommt. Das trifft sich gut, denn wir stehen jetzt vorm “Flönz”. Und was man hier vorfindet, ist einfach sensationell: Der Raucherbereich liegt im Eingangsbereich an der Bar. ‘Perfekt’, denke ich für mich. Aber die Nicht-Raucher sind in der Überzahl und darum gehen wir in den dafür vorgesehenen abgetrennten Raum und ich erlebe ein kleines Wunder: Dieser Raum vermittelt mehr Wohnzimmerflair als Kneipen-Feeling. Jaja, ein Sofa gibt’s in jedem Starbucks, aber hier sind es welche mit altem Muster, große Sessel, in denen man versinken kann und Lampen, die an das Haus von Opa und Oma erinnern lassen. Und das fanden wir alle so toll, dass wir auf ein zweites Alt blieben. (Unser nichtgeahnter Vorteil: Donnerstags kostet das Bier nur einen Euro! Na dann…!) Aber ewig können wir hier nicht bleiben. Also weiter, den ganzen Weg zurück.

Über die Zoobrücke? Nein, noch nicht. Irgendwo findet sich die “Botschaft Mitte” und was hier besonders bemerkenswert ist, ist nicht nur die Tapete, siehe Hintergrund, sondern auch, dass es Uerige in kleinen Flaschen gibt. Das hab ich ja noch nie gesehen! Schmeckt aber übrigens ganz ausgezeichnet! Der ganze Laden ist eher aufgebaut wie ein kleines Appartement, kleiner Flur hier, Küche da… In Gedanken richte ich hier eine Wohnung ein. Als wir, einer hinter dem anderen her, die kleine Bar verlassen, sieht es irgendwie leer aus da drin…

So, jetzt über die Zoobrücke. Alle runter zur S-Bahn. Zur S-Bahn? Was wollen wir denn am Flughafen? Gab es noch einen Ein-Euro-Flug nach Malle oder was machen wir hier? Nein, alles halb so wild. Nur kriegt man, wenn alle auf der Treppe stehen wohl das beste Gruppenfoto. Also. Zusammenstellen, Cheese, und weiter. Ab ins “PIEF”! Das “PIEF” lässt sich am einfachsten als einfach Eckkneipe bezeichnen. Sehr nett. Und da finden wir prompt heraus, dass ein Mitglied unserer Truppe Geburtstag hat. Und das Lokal sang mit! Aber nichts ist für die Ewigkeit und so laufen wir weiter, um das letzte Bier des Abends zu ordnern. Dafür gehen wir ins “Z”. Größer hier, das fällt sofort auf. Richtig schön viel Platz für unsere Mannschaft, die immer noch komplett ist. Sehr löblich! Tolle Lampe übrigens über dem Tisch, fand ich super.

FAZIT: Da wir oft die Läden wechselten, saß man ständig mit anderen Leuten zusammen zu lernte sich so sehr schnell kennen. Dieser Abend war so was von gelungen! Alle, die ich danach getroffen habe, und das bezieht meine Kollegen am Montagmorgen mit ein, mussten sich jedes Detail von diesem wunderbaren Abend anhören. Und Derendorf ist wirklich eine Kneipentour wert! Vielen Dank an Markus Mayr, an dieser Stelle, der alles wirklich wunderbar organisiert hat! Und danke an die Gruppe, die mich so freundlich aufgenommen hat!

4 Comments Add yours

  1. Nicola says:

    Das hört sich allerdings nach einem sehr netten Abend an. Da probieren wir doch gleich mal die nettesten Spots in unserer Nachbarschaft aus.

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  2. Markus says:

    Ein klasse Bericht. So detailgetreu hatte ich das alles gar nicht mehr in Erinnerung. 🙂
    Vielen Dank, Feli. Das nächste Mal kommst Du dann in Hamburg mit.

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  3. Carsten Kaiser says:

    Hi Feli,

    das ist top! Vielen Dank für die nette Beschreibung. Als alter Pubcrawl-Veteran muss ich es loswerden … es war wie immer genial. Wir haben ja jetzt schon ein paar Crawls hinter uns und ich kenne dadurch so viele geniale Kneipen und Bars in Düsseldorf, dass ich wohl selbst einen Bar-Guide schreiben könnte. Vielen Dank an Markus und an die super Truppe. Cheerio, Carsten

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  4. Christoph says:

    Hi,

    sofern ihr nochmal daran interessiert seid einen Pub Crawl zu machen, schaut doch einfach mal bei http://www.Pubcrawlfinder.com vorbei, da findet man viele organisierte Pub Crawl touren!

    Grüsse!

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