Mindestbetrag: Newsletter

Ich lese eigentlich keine Newsletter. Morgens bekomme ich den von der w&v, da fliege ich mal kurz drüber, aber sonst abonniere ich keine.
Auch die MasterCard hat einen Newsletter, den ich angehängt an meine Kreditkartenrechnung bekomme. Angeblich… Vermutlich… Ach, das Stück Papier, das ich immer direkt wegwerfe!

Wie wir ja schon vor einigen Wochen gelernt haben, ist Feli eine bargeldlose Person. Aus Überzeugung. Auch im Ausland. Besonders im Ausland. Ganz besonders in dem Ausland, indem man alles mit Plastikkärtchen zahlen kann: Amerika.
Diese 0,75% (oder waren es 1,75%?) Auslandseinsatz können meine Freunde von der MasterCard gerne haben, ich bin da nicht so.
– Dachte ich.

Ich lief also so mit dem Ding durch die Straßen von Savannah:
Kaffee: Karte
Kaugummi: Karte
Klamotten: Karte
Kaltes Getränk: Karte
Kulli: Karte
Kurz: Alles, immer, Karte.

Natürlich habe ich den Überblick komplett verloren, das Limit extra vorher noch mal hoch gesetzt. Und jetzt dachte ich mir, schau ich mal kurz wie stark verschuldet ich in die Karnevalssaison starte. Ich schlug online meine Rechnung auf und musste sehen, dass sich eine Position geändert hat. Die Auslandseinsatzposition.
Da steht nämlich jetzt zum Teil sowas:

bild-3
oder
bild-2

 

Für alle, die es nicht lesen können: “1,75% / mind. 1,50 Euro Auslandseinsatzentgeld”. Das heißt auf Deutsch: Egal, ob ich für $100 einkaufe oder für zweieinhalb, ich zahle mindestens den ‘Mindestbetrag’.
 
Ich bin nicht kleinlich, wenn es um das Plastikkärtchen meines Vertrauens geht, aber wenn man überlegt, dass meine Abrechnung über 2 oder 3 Seiten lang ist, kann man sich denken, dass ich alleine von den dämlichen Gebühren und dem Mindestbeitrag die ein oder andere Tasche mehr hätte kaufen könnten. Ich habe nur einmal einen klitze kleinen Betrag bar abgehoben, das übrigens völlig gebührenfrei! “Für alles andere gibt’s die MasterCard”
Ja, Kleinvieh macht auch Mist: 20 mal benutzt = 30 Euro, 50 mal benutzt = 75 Euro, …

Also schrieb ich ‘Meine Frau von meiner Bank’ an. Wir verstehen uns, sie wünschte mir letztes Jahr sogar Glück für meine Prüfung, schickt mir eine handgeschriebene ‘Frohe Weihnachten…’-Karte und macht auch insgesamt einen netten Eindruck. Mit ihrer Vorgängerin war ich zu unserem 3. Termin bei Gosch am Rhein essen, wo wir uns das “DU” anboten. Vielleicht sollte ich das ‘meiner neuen Frau von meiner Bank’ demnächst auch mal vorschlagen.
Jedenfalls schrieb ich ihr ein Email und merkte kurz an, dass ich von alle dem Gebühren erhöhen nichts mitbekommen habe und dass das ganz schön frech sei, von der MasterCard.
Sie antwortete freundlich und nett wie immer, sprach an, dass wir uns unbedingt mal wieder zu einem Gespräch bezüglich Arbeitsunfähigkeitsversicherung treffen sollten, wie denn die Prüfungen gelaufen seien und ob sonst auch alles im grünen Bereich ist.
Achja, und dass das mit dem Gebüren im Newsletter September gestanden hat, den ich mit der Abrechnung erhielt. “Nicht gesehen?!”
Nein, nicht gesehen! Aus Versehen, übersehen?!

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen.
Für alles andere gibt’s… zum Beispiel Newsletter.

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