Cebit, kein Magenta und mittelmäßiger Pinot-Vino

Bla Bla Bla, es war leer, bla bla bla, Wirtschaftskrise, bla bla bla, nicht mal Nokia und Apple waren da.

Nun der für mich interessante Teil: Die Standparties. LEGENDÄR! Selten so gefeiert, mann mann, war da was los. <- Das, liebe Kinder, ist übrigens das, was man allgemein als eine ‘Lüge’ bezeichnet.

Ende vom Lied war, dass wir keine vernünftige Feiergemeinde gefunden haben, vermutlich mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Dafür aber nette Twitteraner trafen, was den Abend gut und durchaus interessant machte.

Kleine Geschichten von einer T-Systems-Standparty:

Meine Begleitung von der Limmerstr. war so freundlich und hat das Ereignis in schöne Worte gepackt und wird darum an dieser Stelle zitiert: 

“Ich beobachtete einen schlecht angezogenen Praktikanten von T-Systems dabei, wie er qualitativ minderwertigen Wein falsch einschenkte. Um sicherzugehen, dass ich für meine Begleitung nicht den zweitbesten Wein holte, fragte ich ihn, ob der Pinot Grigio das Einzige sei, was T-Systems zu bieten habe, und falls es so sei, dass ich gerne ein Glas davon hätte. Daraufhin wurde mir gesagt, dass diese Party nur für Kunden und Partner gedacht sei und er fragte mich, welchen Status von beiden ich habe. Ich antwortete, dass ich Kunde sei und überreichte ihm eine Visitenkarte, deren Vorder- und Rückseite er kritisch beäugte und daraufhin entschied, dass ich kein Kunde sein könne, weil da ja kein Firmennamen draufstünde. Da er keine Anstalten machte, mir die Karte wiederzugeben, entschuldigte ich mich kurz und nahm ihm die Karte wieder weg, um sie in meiner Brusttasche verschwinden zu lassen.”

Weißwein gab es für mich trotzdem.

Weil ich ja pink liebe, lief ich mit einem pinken Pulli rum und trank also halb-fröhlich mein mittelmäßiges Weinchen, als irgendwelche Ende-30-Gelangweilten mich ansprachen.
-“Müsst ihr Hostessen eigentlich dieses magentafarbende Shirt tragen?”
-“Erstens ist das nicht magenta und zweitens finde ich die Telekom so scheiße, dass ich für die nicht mal Bier verteilen würde.”
-“Ach wirklich? Denn erstens sponsern wir das hier ja und zweitens ist dein Shirt wohl magenta.”
-“Das mit der Telekom war ein Spaß, aber ganz im Ernst, das ist kein magenta.”
-“Ist das HKS 42?”

Ach, klugscheißern, weil sich hier sonst keiner mit euch unterhält.

-“Nein, es ist Pantone 213 oder 214.” Große Augen, damit haben die schlecht gekleideten Herren nicht gerechnet. “War nen netter Versuch, Jungs, schönen Abend noch…” Und weg war das Mädchen in dem pinken Pullover und dem mittelmäßigen Weißwein.

Für alle, die mit den Begriffen HKS und Pantone nichts anfangen können, weil sie z. B. keine Druck-, Gestalter- oder Werbeopfer sind, es sind nur Sonderfarben, Wörter anklicken und ihr landet bei Wikipedia.

Schwer zu sagen, was zu erst leer war: Die Party oder die Halle. Jedenfalls haben wir uns irgendwann Richtung Stadt aufgemacht.

Zusammenfassung: Ja, ich hätte mich mal damit beschäftigen sollen, was Baden-Württemberg auf der Cebit macht, mir Neuheiten angucken können oder so, aber danach war mich nicht. Und obwohl ich dieses Jahr so viele Standparties nicht mitbekommen habe, die aber toll gewesen sein sollen, werde ich vermutlich nächstes Jahr nicht wieder kommen, weil dann ja vermutlich noch weniger los ist…
Auf der IFA allerdings, könnte man mal vorbeisehen! Haben sich ja auch viele andere vorgenommen…

2 Comments Add yours

  1. germanpsycho says:

    In der Tat war das aber noch eine der besseren Standpartys. Jedenfalls, sofern ich mich richtig erinnere, was aber nicht unbedingt der Fall sein muß. Direkt neben T-Systems waren doch diese ganzen Kioske, oder? Und aufs Klos mußten wir im Shuttle gehen?

    Nein, ich glaube, ich verwechsel da doch was.

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  2. svennov says:

    Daraus könnte man schließen, dass Kunden von T-Systems keinen Weingeschmack haben bzw. sich mit einem minderwertigen Tropfen zufrieden geben. Hätte ich die Anmerkung bzgl. des Weins weggelassen, wäre ich sicherlich nicht so unprofessionell angesprochen worden. Ich hoffe für T-Systems, dass es wirklich nur ein blöder Praktikant war.

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