Unsportliches Verhalten, Teil IV

(Vergessen zu posten, verfasst am 26.6.13)

Es begann an einem Montagmorgen. Ich wachte auf und aus dem Nichts traf mich der Gedanke “Wenn ich heute nicht schwimme, drehe ich komplett durch”. Ich packte meine Schwimmsachen  und ging nach dem Büro direkt ins Wasser.

Meine Erwartungen waren niedrig. Seit ungefähr einem Jahr habe ich keinen Startblock mehr gesehen, dafür viele Flaschen Wein und Unmengen von Zigaretten.

Die erste Bahn läuft immer super, darum wollte ich mich dieses Mal nicht von ihr täuschen lassen. Doch auch die folgenden 39 liefen wie am Schnürchen.

Einen Tag Pause, dann gehst Du wieder. Lass’ dem Körper Zeit. 

Mein Körper bekam genau 24 Stunden bis ich wieder vor dem Becken stand.

24 Stunden später das gleiche, 24 Stunden später wieder.

Die Wochenenden lasse ich ausfallen, weil ich nicht im Büro bin und darum mein Tagesablauf anders ist.

Fast zwei Wochen lang ging es gut, ich glaube, es hat mich wirklich davor bewahrt, durchzudrehen – obwohl nicht mehr oder weniger los ist als sonst.

Ich habe mich für diese Woche auf 60 Bahnen gesteigert, mache das nächste Woche vielleicht noch so weiter, und möchte dann auf 80.

Ich erlebe in Sachen unsportliches Verhalten leider ähnliches wie sonst: Neben Leute, die sich nicht duschen (EY, LEUTE!!) bevor sie ins Becken gehen, über die Bikinimädels, denen man ein Stück Kuchen reichen möchte, während sie so mitten auf meiner Bahn stehen, über Leute, die sich stundenlang an den Absperrleinen festhalten (das geht nicht! Die gehen davon kaputt!).

Aber dieses Mal kam etwas neues dazu. Dieses Mal waren es Kinder.

Ohne Schnack: Ich liebe Kinder und will unbedingt selber welche haben.

Aber gerade in diesem Bad ist wirklich überall genug Platz. Zum Spielen, zum Planschen, zum Knutschen in der Ecke,… Macht was Ihr wollt, aber bitte nicht im Sportbecken!

Und wo sind die Eltern, die Erziehungsberechtigten, irgendwer?

Ah, Kinders! Unsportliches Verhalten!! Bei aller Liebe, das gehört sich nicht. Runter von der Bahn, so stört Ihr alle anderen. Nach 10 Bahnen, halte ich, erkläre den Kindern/Jugendlichen in einem Satz, dass das so echt nicht geht, gehe aus dem Wasser und ziehe draußen weiter.

Die –vom Wetter gesprochen– schlechten Tage sind die besten. Zwar ist das Bad dann voll, jedoch kann man den Außenbereich fast alleine nutzen.

Unsportliches Verhalten hin oder her.

Das Wasser hat mich wieder und ich will nie wieder ohne sein.

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