Daran siehst Du Dich satt.

Es scheint ein Phänomen unter Eltern zu sein – ja, ich werfe sie jetzt alle in einen Topf – denn erwachsene Kinder scheinen gerade alle das gleiche zu erleben.

Man telefoniert mit Mutti oder Vati, es geht um dies und das. Und dann irgendwann geht es um die Wohnung und man sagt beiläufig sowas wie „Ich glaube, ich streiche eine Wand gold oder pink.” Oder „Eine Tapete mit Streifen… Vielleicht ist es das, was mir im Leben fehlt.”

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„Oh ha, Kind. Bist Du Dir sicher? Lass mal lieber. Daran siehst Du Dich satt.”
Bei den ehemaligen Erziehungsberechtigten gehen die Signallampen an: Der Nachwuchs ist kurz davor einen gewaltigen Fehler zu begehen. Folgend kann man sich auf mindestens einen dieser Sätze verlassen:

  • „Aber wenn Du ausziehst… Dann musst Du da erst drüberstreichen. All der Stress!”
  • „Nimm doch lieber was Neutrales.”
  • „Das passt aber eigentlich zu nichts.”
  • „Überleg Dir das bitte gut!”

Ja. Stimmt. Eine Wand. In Farbe. Gott bewahre. Man müsste drüberstreichen. Auch das noch. Oder man sieht sich satt. Himmel. Was machen wir denn da? Und das in Zeiten wie diesen… Schlimm, schlimm.

Liebe Eltern, es ist ok, wir schaffen das. Liebe Kinder, malt Eure Wände an. Und wenn Ihr Euch satt seht, weil die Farbe nicht neutral genug ist und sie zu nichts passt, überlegt nicht lange und malt weiter drüber.

Wände anmalen… Wie schön, wenn das unsere Probleme sind.

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