You didn’t get the best of me

Wir sind eigentlich richtig gute Freunde, tatsächlich bist Du einer der Gründe, weshalb ich in Berlin bleibe und nicht zurück nach Hamburg kann.

Und wir haben uns ein paar Tage oder Halbwochen nicht gesehen, aber gestern Abend schon. Und eigentlich war alles gut. Gute Zeit, guter Wein, guter Schnack. Aber genau da bleib ich gerade hängen. Erst heute fällt mir auf, dass ich vielleicht Sachen gesagt habe, die Du gestern nicht gebrauchen konntest. Dass ich die kleinen Zeichen übersehen habe und sie erst heute erkenne. Dass Du gestern nicht the best of me, sondern eher unteres Mittelfeld gesehen hast.

Ich habe gestern anscheinend meine Empathie an der Garderobe abgegeben. Das Blöde ist, dass ich das jetzt nicht sagen kann. Es geht nicht darum, dass ich Sachen nicht gesagt habe, die ich hätte sagen sollen – das könnte ich heute noch nachreichen.
Es sind Sachen, die ich gesagt habe, die ich mir hätte sparen können.

Ich habe gestern nicht abgeliefert. Und das tut mir leid. Ich werde Dir das nicht sagen, weil es nicht geht, weil es wieder eine Sache wäre, die ich sage, die man jetzt nicht hören möchte. Nein, ich sage nichts dazu, sondern hoffe leise darauf, dass Du Dich an die Freundin erinnerst, die ich sonst sein kann. Bin.

Hab Nachsicht. Denn Du verdienst und kriegst wieder mehr the best of me.

 

 

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